↑ Zurück zu Programm

die Workshops

Friedensbewegung und Rechtsoffenheit

  • Genau hinschauen!

Die Friedensbewegung umfasst ein breites Feld von Akteur*innen und Organisationen. In den letzten Jahren mehren sich Diskussionen, in wie weit sich „die Friedensbewegung“ nach Rechts abgrenzen sollte und wenn ja, an welcher Stelle. Gleichzeitig sind rechte Tendenzen oder Haltungen nicht immer leicht zu erkennen, wenn das Stichwort „Frieden“ in den Vordergrund gestellt wird.

Als Grundlage werden wir uns über eine Definition von „Frieden“ unterhalten und dafür auch den Gewaltbegriff etwas genauer untersuchen. Dann soll es darum gehen, einige Akteure aus dem Querfront- beziehungsweise rechten Spektrum vorzustellen und exemplarische Aussagen etwas genauer zu untersuchen. Was sagt die Aussage? Und sollten wir uns davon abgrenzen? Wenn ja, warum? Sind diese Aussagen und Haltungen rechter Akteur*innen mit den diskutierten Verständnissen von „Frieden“ vereinbar?

Joel Campe / KURVE Wustrow

zurück zur Übersicht


 Festung wird gemacht

  • Kartographie der Grenzprofiteure

Die Abschottungspolitik der EU setzt die Technologisierung und Militarisierung der Grenzkontrollen voraus, welche der europäischen Sicherheitsindustrie eine dynamische, millardenschwere Marktbranche bescheren. Die Profiteure der von der EU geförderten Vergrenzungsprozesse entlang ihrer inneren, äußeren und vorverlagerten Grenzen, die mittlerweile u.a. bis nach Nigeria reichen, sind in der ganzen BRD zu finden. Gemeinsam wollen wir eine Karte von Grenzprofiteuren als potenzielle Orte des Protests erstellen und überlegen, wie wir in unserer eigenen Nachbarschaft die „Festung Europa“ ins Wanken bringen können.“
War on migrants starts here, lets stop it here!

mit Mitgliedern der Informationsstelle Militarisierung (IMI)

zurück zur Übersicht


no MUOS

  • mit dem Film am Abend: come il fuoco sotto la brace

No MUOS ist eine sizilianische Bewegung gegen Militarismus, die für eine Entmilitarisierung Siziliens mit seinen zahlreichen US- und NATO-Stützpunkten und insbesondere für eine Schließung der sich auf einem US-Militärstützpunkt befindlichen Radar- und Sendeanlagen des neuen Satellitenkommunikations-Systems Mobile User Objective System (MUOS) kämpft. No MUOS kritisiert, dass das Satellitenkommunikations-System MUOS mit seinen Überwachungs- und Aufklärungstechnologien sowohl den Weltfrieden als auch die Umwelt und die Gesundheit der einheimischen Bevölkerung bedroht.

No MUOS formierte sich 2009 aus den ersten Protesten gegen das geplante neue Satellitenkommunikations-System. An der ersten Demonstration 2011 beteiligten sich bereits mehrere hundert Menschen. Ein Jahr später, am 30. März 2012, waren es schon 20.000. No MUOS genießt großen Rückhalt in der Bevölkerung und wehrt sich seither mit zahlreichen Protestformen gegen die italienischen, US-amerikanischen und NATO-Militärstrukturen auf Sizilien, die sowohl in Kriegseinsätze als auch in die tödliche EU-Migrationspolitik eingebunden sind. Sie wehren sich dagegen, Sizilien als Vorposten einer hochtechnologisierten Vergrenzung und Militarisierung des Mittelmeeres auszubauen und treten stattdessen für Frieden und Völkerverständigung ein, wollen das Mittelmeer als einen lebendigen Raum des Austauschs erhalten.

mit einem no-muos-Aktivisten aus Niscemi, Sizilien

zurück zur Übersicht


Deutschlands neue Großmachtpolitik

  • „Neue Macht – Neue Verantwortung“

Spätestens seit den Reden von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und vor allem von Bundespräsident Joachim Gauck bei der Münchner Sicherheitskonferenz Anfang 2014 hat sich die deutsche Außen- und Militärpolitik spürbar gewandelt. Vorbereitet im Elitenprojekt „Neue Macht – Neue Verantwortung“ wird seither deutlich zielstrebiger als zuvor eine militärisch unterfütterte Weltmachtrolle angestrebt. Der Vortrag beschreibt den Werdegang und die wichtigsten Elemente dieser neuen deutschen Großmachtpolitik.

Jürgen Wagner ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.“

zurück zur Übersicht


Atomare Muskelspiele

  • Die Nuklearpolitik Deutschlands und der NATO

Die USA haben ein massives „Modernisierungsprogramm“ ihres Atomwaffenarsenals in Gang gesetzt. Betroffen sind auch die im Rahmen der sogenannten „Nuklearen Teilhabe“ in mehreren europäischen Ländern lagernden US-Atomwaffen. Gekoppelt mit dem intensivierten Aufbau einer Raketenabwehr rücken Nuklearfragen damit wieder stärker ins Zentrum der NATO-Politik. Parallel dazu intensivieren sich die Debatten über eine mögliche „europäische Atomwaffe“, über den sich nicht zuletzt Deutschland den Zugriff auf Nuklearwaffen erschließen möchte.

Jürgen Wagner, IMI

zurück zur Übersicht


15th garden: Ernährungssouveränität in Syrien

  • Hunger ist eine Waffe

15th Garden ist ein syrisch-europäisches Netzwerk, das seit zwei Jahren urbane Gärten und Landwirtschaftsprojekte in und außerhalb Syriens unterstützt. Es setzt sich für Ernährungssouveränität in Kriegs- und Krisenzeiten – und für die Zeit danach ein. Als grass-roots-Netzwerk, welches innerhalb Syriens entstanden ist, ist es eines der vielen Beispiele von Selbstorganisation von unten in Zeiten, in denen Nahrung systematisch über Hungerblockaden und gezielte Bombardierungen als Waffe eingesetzt wird – insbesondere durch das syrische Regime und dessen Verbündete. Das Unterstützernetzwerk von 15th Garden setzt auf praktische, nicht auf selektive Solidarität mit den Menschen in Syrien.

zurück zur Übersicht


Krieg um die Köpfe

  • Hochschul-Zivilklauseln vertiefen

Die Brüsseler EU-Kommission will eine stärkere Zusammenarbeit bei der Rüstung. Ab 2021 sollen jedes Jahr 5,5 Milliarden Euro fließen. Die Hochschulen werden demzufolge noch stärker in Rüstungsforschung und entsprechende Kooperationen eingespannt. Seit 2008 hat sich eine wachsende Bewegung für Zivilklauseln an den Hochschulen gebildet mit dem Ziel, Hochschulen frei von militärischer Forschung und Lehre zu machen und zivile Lehrstühle wie zur Rüstungskonversion einzurichten. Jüngstes Gegenbeispiel die Hochschule Bremen mit einer Bundeswehr-Kooperation in der Informatik-Lehre. Der Protest dagegen wird fortgesetzt. Weitere Aktivitäten gegen die Militarisierung sollen im Camp besprochen werden. Ein Zeichen der Hoffnung auf Verbreiterung des gemeinsamen Widerstands, dass das Thema Zivilklausel erstmals im War-starts-here Camp aufgegriffen wird.

Dr. Dietrich Schulze, Initiative gegen Militärforschung an Universitäten, Karlsruhe

zurück zur Übersicht


 

Situation in Rojava

  • Inspiration und Hoffnung

„In Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) findet eine Revolution statt! Seit nunmehr fünf Jahren werden vor Ort Basisdemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie verteidigt und aufgebaut. Trotz der Kriegssituation hat sich Rojava mittlerweile zu einem Ort der Inspiration und Hoffnung für die Völker der Region und hunderte InternationalistInnen aus der ganzen Welt entwickelt. Wir wollen uns genauer ansehen, nach welchen Prinzipien die Revolution in Rojava stattfindet und darüber diskutieren, was die Entwicklungen in Kurdistan für uns hier in Europa bedeuten.“

von und mit Civaka Azad-Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. Berlin

zurück zur Übersicht


Kritische Männlichkeit

  • all genders welcome

Wie oft streitest du dich mit Männern über sexistisches Verhalten? Sprichst du in deiner Politgruppe Fragen zur Repräsentanz von FLTI*-Personen an? Warum kochst du vielleicht lieber als das Bad zu putzen? Diese und weitere Fragen zu antisexistischen Praxen im Alltag wollen wir in diesem Workshop v.a. Männern stellen und diskutieren. Wie genau sieht euer antisexistischer Anspruch aus und wo ergeben sich Hürden? Außerdem wollen wir darüber sprechen, welche konkreten Interventionsmöglichkeiten ihr kennt und wie ihr sie einsetzt. In dem Workshop soll es v.a. um kritische Männlichkeit gehen – all genders welcome!

zurück zur Übersicht